Bevor mit der Datenvisualisierung begonnen wird, ist es sinnvoll, sich dazu konzeptionelle Gedanken zu machen. Um ein Konzept zu erarbeiten, ist es hilfreich, sich mit den folgenden sieben Fragen näher zu beschäftigen. Diese unterstützen Sie bei der Suche nach der passenden Visualisierung für das eigene Business-Ziel.
1. Wer ist die Zielgruppe?
Die Zielgruppe zu bestimmen, der eine Botschaft vermittelt werden soll, ist ein elementares Element für die Auswahl der richtigen Visualisierungstechnik. Beispielsweise kann die Zielgruppe eine bestimmte Abteilung des Unternehmens, das Management oder ein externer Investor sein. Je nach Publikum sind die Daten anders aufzubereiten und zu visualisieren.
2. Welche Geschichte möchten Sie erzählen?
Die Aufgabe der Datenvisualisierung besteht darin, Zahlen und andere Informationen so in grafische Darstellungen zu übersetzen, dass sie die gewünschte Geschichte erzählen. Das Publikum soll die Botschaften einfach und schnell verstehen. Damit Ihnen das gelingt, muss vorab geklärt werden, welche Geschichte der Zielgruppe wie erzählt werden soll.
Selbst mit nur zwei Datenspalten können Sie ein Balkendiagramm, ein Kreisdiagramm, eine Choroplethenkarte, ein Waffeldiagramm und vieles mehr erstellen. Um das passende Diagramm zu finden, kann Sie die Seite «From Data to Viz» (in Englisch) unterstützen. Mithilfe eines Entscheidungsbaums können Sie dort alle Ihre Optionen erkunden.
Jeder Diagrammtyp hat seine Vor- und Nachteile. Idealerweise sollte Ihre Zielgruppe die Kernaussage in weniger als 20 Sekunden verstehen. Wenn Sie eine Rangfolge darstellen möchten, ist ein Balkendiagramm sehr wirkungsvoll. Eine Treemap ist dafür jedoch ungeeignet. Wenn Sie hingegen den Anteil einer bestimmten Gruppe hervorheben wollen, ist es genau umgekehrt.
Die Auswahl eines Diagramms ist nur der Anfang. Heben Sie die wichtigsten Punkte hervor. Formulieren Sie einen klaren, aussagekräftigen Titel. Oft lässt sich die Bildlegende durch eine direkte Anmerkung ersetzen.
3. Wollen Sie Trends visualisieren?
Nachdem Zielgruppe und Geschichte festgelegt wurden, stellt sich die Frage, ob bestimmte Trends analysiert und visualisiert werden sollen. Abhängig von den jeweiligen Daten, den zu betrachtenden Zeiträumen und dem Trendverlauf sind bestimmte Charttypen wie Liniendiagramme, Säulendiagramme oder Streudiagramme vorteilhaft.
4. Soll die Datengrundlage präsentiert werden?
Manchmal geht es bei der Datenvisualisierung darum, die Datengrundlage oder die Zusammensetzung der Daten zu präsentieren. Es soll gezeigt werden, wie sich das ganzheitliche Bild aus einzelnen Daten zusammensetzt. In diesen Fällen sind Diagrammarten wie gestapelte Diagramme oder Karten (im Fall von geographischen Informationen) eine gute Variante.
5. Sollen Daten verglichen werden?
Ist es das vorrangige Ziel, bestimmte Daten oder Datenverläufe miteinander zu vergleichen, sind Balkendiagramm oder Säulendiagramme geeignete Diagrammtypen.
6. Ist ein bestimmter Zeitverlauf wichtig?
Daten lassen sich zeitunabhängig oder in einem bestimmten Zeitrahmen betrachten. Sind die zu vermittelnden Inhalte zeitabhängig, verwenden Sie Diagrammtypen, die Zeitperioden und Verläufe darstellen können. Geeignet dafür sind beispielsweise Liniendiagramme.
7. Wie möchten Sie die Datenvisualisierung veröffentlichen?
Überlegen Sie sich, wo und wie die erstellte Visualisierung präsentiert bzw. publiziert werden soll. Auf einer Website, in einem Blogpost oder auf einer Tagung? Wählen Sie für das Erstellen der Visualisierung ein geeignetes Werkzeug.




